Ben Wittorf

Unbürozeiten

Aktuell lassen es meine Prioritäten leider nicht zu: Bis auf Weiteres gibt es keine Unbürozeiten.

Ich freue mich natürlich trotzdem von dir zu hören!

Für wen auch immer, egal um was es geht

In den letzten Monaten habe ich die Unbürozeiten mit einigen Freund:innen und Kollaborationspartner:innen getestet und dafür jeden Dienstag Platz in meinem Kalender für Videokonferenzen frei gemacht — für wen auch immer, egal um was es geht. Und bisher waren meine Erfahrungen ausnahmslos gut.

Keine Themenplanung und keine E-Mails nötig, nur eine Webcam und etwas Zeit.

Warum Unbürozeiten?

Auf der einen Seite, weil ich in keinem Großraumbüro, Co-Working-Space oder sonst wo bin, und auf der anderen Seite hauptsächlich, weil ich seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie meinem professionellen Kaffeetrinken nicht mehr nachkommen konnte. Ich vermisse die Serendipität!

Diese offenen Gespräche bei einem Kaffee in der Zeit davor habe ich geliebt. Es gibt einen scheinbaren Grund, sich zu treffen, also reden wir über Arbeit oder tauschen uns über eine Idee aus oder was auch immer. Und dann taucht meist etwas Unerwartetes auf.

Es gibt Dinge in deinem Kopf, von denen du nur weißt, dass sie da sind, wenn du sie sagst. Und es gibt Begegnungen mit neuen Ideen und neuen Perspektiven. 1:1-Gespräche sind ein wichtiger Teil meines Prozesses, wenn es darum geht, Arbeit zu finden und auch einfach beim Denken.

Und da wir alle in einer Art riesigem Zwangsexperiment viel zur Remote Work gedrängt wurden und sie auch teilweise bleibt, ist dieser Austausch nicht mehr in dem Umfang möglich. Kann das über Zoom funktionieren? Stellt sich heraus: ja. Und Fantastical hat ein großartigen Dienst, der die Online-Buchung ermöglicht und das Treffen automatisch in meinem Kalender erscheinen lässt.

Ich bin also nicht in einem Büro.

Dieses Ding der „Bürozeiten“ ist ohnehin so ein Überbleibsel aus der Welt davor. Und um diese Hierarchie geht es mir nicht: Das Kaffeetrinken — mein Modell davon — ist ein informelles Treffen unter Gleichgesinnten. Das „un“ soll diesen Unterschied signalisieren. Das Ziel ist stattdessen, einen Zufall zu schaffen.


Wir sehen uns bei Zoom!