Ben Wittorf

Die Leseliste ist wieder da

Kleines Update am Rande: Meine Leseliste ist wieder da. Es freut mich sehr, dass ich öfter danach gefragt wurde, wo sie denn hin war — Instagram ist für so etwas wohl einfach (für mich) nicht der richtige Ort.

Apropos Instagram, ein Stück weit schon draus gelernt: Ich habe die Liste drastisch gekürzt und zu einem Querschnitt meiner Arbeitsbibliothek gemacht. Dafür auch mit Bildern.

Auf zur Leseliste!

Eine kleine Auswahl

Als Vorschau eine kleine Auswahl von Büchern und warum ich sie hinzugefügt habe:

  • Da vieles um das „Growth Mindset“ nun inzwischen oft genug widerlegt wurde, bietet sich ein aktualisierter Ansatz an, wie der Blick in die Welt geöffnet werden kann: Julia Galef, „The Scout Mindset“.
  • M. Mitchell Waldrop, „Complexity“ ist eines dieser Bücher, das irgendwie interessant ist und sich beim Lesen dennoch keine unmittelbare Relevanz zu finden scheint — und die nächsten Monate dann zu einer sehr spannenden Reise werden. Vielleicht das Buch, bevor Menschen im zwischenmenschlichen Modus hängen bleiben und sich für „alternative Lebensphilosophien“ entscheiden.
  • Optimismus ist harte Arbeit und so wichtig wie nie zuvor. Wenn du an negativer Voreingenommenheit „leidest“ oder du die Notwendigkeit von Optimismus besser verstehen willst: Mark Manson, „Everything is Fucked“.
  • Falls dir das ganze „New Work“-Geschwafel langsam auch zu den Ohren raushängt und sich dir bei „agil“ die Zehennägel aufrollen, weil es nur noch Buzzwords und eher mäßig genutzte Werkzeuge sind statt eines Selbstverständnisses: Robert Kegan, „An Everyone Culture“. Denn die grundsätzliche Idee von Wachstum und Veränderung ist ja schon richtig, nur ist das vielleicht etwas, dass sich nicht mit Kicker-Tischen, Obstkörben und Kanban-Boards im Gemeinschaftsraum umsetzen lässt.
  • Bei kaum einem Buch in letzter Zeit habe ich so oft laut gelacht wie bei Russell Davies, „Everything I Know about Life I Learned from Powerpoint“. Und mir meist danach direkt an den Kopf gefasst, weil es viele dieser kleinen Wahrheiten sind, die ich besser wissen und umsetzen müsste.
  • Im intensiveren Umgang mit anderen Menschen bin ich fasziniert davon, wie leicht es ihnen fallen kann, Dinge zu ändern — und sich selbst kein Stück. Dabei ist es unglaublich wichtig, das gerade jetzt zu tun, wenn wir uns als Spezies noch retten wollen, ganz besonders bei den Menschen, die an Hebelpunkten sitzen. Mit Thomas Binder, „Ich-Entwicklung für effektives Beraten“ habe ich dafür einen wichtigen Grundpfeiler für meine Beratungstätigkeit.
  • Weil wir Menschen auch nur „bessere“ Status-Affen sind und gar nicht begreifen, wie sehr und was die Auswirkungen davon sind: Will Storr, „The Status Game“. Ich bin immer wieder überrascht, wie wenig zugängliches und qualitatives Material es zu dem Thema gibt.

Hast du Vorschläge für mich oder möchtest über die Bücher reden? Schreib mir oder schau online zu meinen Unbürozeiten vorbei.