Ben Wittorf

Die Kategorisierung der ÜBERSCHRIFTEN

Die neue Version der ÜBERSCHRIFTEN kündigt sich so nach und nach an!

Einer der mir wichtigsten Punkte dabei ist, dass ich jede ÜBERSCHRIFT noch mal inhaltlich anfasse — nicht nur wegen meiner verkorksten Rechtschreibung, sondern vor allem, um sie besser in dem von mir gedachten Kontext1 der Ich-Entwicklung präsentieren zu können.2

Deshalb habe ich angefangen, die ÜBERSCHRIFTEN zu kategorisieren.

Aus etwas Eitelkeit, um meinen Anspruch der ihnen zugrunde liegenden Substanz zu kommunizieren, aber tatsächlich hauptsächlich deshalb, um bei der schieren Menge an ÜBERSCHRIFTEN3 eine Möglichkeit zu bieten, dass sich jeder die ÜBERSCHRIFT heraussuchen kann, die sie in einer — ihrer! — bestimmten Situation als Denkanstoß unterstützen kann, wenn sie wollen.

Außerdem wünsche ich mir, dass es so leichter wird, über ihre Interpretationen zu sprechen, ohne erst den grundsätzlichen Rahmen („Erklärung“) stecken zu müssen.

Aber wie ich das qualitativ bewerkstelligen will? Dafür ist es vielleicht erst einmal wichtig zu wissen, wie ich die ÜBERSCHRIFTEN selbst sehe. Für mich sind sie Denkanstöße, Erinnerungen, Ermahnungen. Oft Spiegel unserer natürlichen negativen Voreingenommenheit. Hinweise auf blinde Flecken in unserem Denken. Gelegentlich amüsante Betrachtungen und meistens eher unbequeme Aussagen.

Und das alles eben im Kontext unserer persönlichen Entwicklung. In einem gewissen Maße versuche ich also, individuelle Bedeutungskonstruktion kritisch zu hinterfragen oder anzustiften.

Das wirklich spannende dabei ist, dass das prinzipiell möglich ist. Natürlich maße ich mir keinen therapeutischen Effekt an oder gebe vor, dass die ÜBERSCHRIFTEN zu 100 % stimmen4, für jeden, immer, und sich eine allgemeine Handlungsanleitung ableiten lässt. Sie müssen nur oft genug nützlich sein.5

Deshalb setze ich die Kategorisierung entsprechend der empirisch belegten Theorie der Ich-Entwicklung nach Jane Loevinger um.6 Ich kann die ÜBERSCHRIFTEN so vier Bereichen zuordnen, in denen wir uns entwickeln (können), und sie in Ebenen positionieren, um ihren Bezug zu uns selbst und anderen hervorzuheben.

Um hier aber nicht zu akademisch zu werden — du kannst am Ende des Artikels die entsprechenden Tabellen herunterladen, wenn du magst — fange ich in diesem Text direkt an, Bereiche und Ebenen etwas zu erläutern, während ich jeweils eine ÜBERSCHRIFT als Beispiel zeige.

Das möchte ich allerdings ganz, ganz besonders betonen: dabei geht es nicht in irgendeiner Art darum, auf welcher Stufe du als Leser:in sein könntest, oder etwas anzudeuten, oder was weiß ich nicht was.

Erstens: Keine Stufe ist besser. Spätere Stufen erlauben eine differenziertere Ethik. Wir können auf allen Stufen gütig, gerecht und moralisch sein. Außerdem sind wir nicht einfach nur auf einer Stufe, sondern in uns und im Umgang mit anderen Menschen auf verschiedenen. Und zweitens, was sicher auch nicht überraschend ist: Wir überschätzen uns in der Regel selbst ohnehin dabei, auf welcher dieser Stufen wir uns gerade generell befinden.

Was du nur daraus ableiten kannst, ist, dass wie du eine ÜBERSCHRIFT auffasst und interpretierst, davon abhängt, in welchem eigenen Kontext der angesprochenen Stufe du dich in dem Augenblick befindest.

Nun denn!

Übersicht

  1. Von Bereichen
  2. Von Ebenen
  3. Übersicht der Ich-Entwicklungsstufen nach Jane Loevinger
  4. Die Zuordnung von Ebenen zu Stufen
  5. Fragen, die wir uns auf den Stufen stellen
  6. Texte: das Subjekt-Objekt-Gleichgewicht
  7. Kurz und knapp: die Kategorisierungstabellen für die ÜBERSCHRIFTEN
  8. Quellen

Von Bereichen

Die Ich-Entwicklung kann vier Bereichen zugeordnet werden:7

  1. Charakter
  2. Interpersoneller Stil
  3. Bewusstseinsfokus
  4. Kognitiver Stil

Und, siehe da, alle ÜBERSCHRIFTEN passen jeweils überwiegend8 in einen dieser vier Bereiche:

Charakter

Charakter ist der Umgang mit Impulsen und eigenen wie fremden Maßstäben.

Es ist nicht das, was passiert — es ist, wie du damit umgehst //

Unser Charakter entwickelt sich von stark durch Impulse gesteuert und mit Befürchtung vor Bestrafungen zu einer immer stärkeren Selbstregulierung und eigenen Maßstäben, die später wieder hinter sich gelassen werden.

Interpersoneller Stil

Der interpersonelle Stil bezieht sich auf den Umgang mit anderen Menschen, wie diese verstanden und welche typischen Beziehungsmuster (unbewusst) eingegangen werden.

„Wir gegen sie“ löst keine Probleme, die alle betreffen //

Unser interpersoneller Stil entwickelt sich von sehr manipulierend immer mehr dazu, die Autonomie anderer Menschen zu berücksichtigen und strebt an, für alle Seiten tragfähige interpersonelle Vereinbarungen zu achten.

Bewusstseinsfokus

Der Bewusstseinsfokus bezieht sich auf das, worauf sich die Gedanken einer Person hauptsächlich richten und um welche Themen beziehungsweise Aspekte sie kreisen.

Recht haben ist der Feind von Recht behalten //

Während unser Bewusstseinsfokus in frühen Stufen stärker auf externe Dinge und eigene Bedürfnisse gerichtet ist, ändert er sich später auf interne Aspekte, wie Motive und Gefühle, sowie Individualität und Entwicklung.

Kognitiver Stil

Der kognitive Stil bezieht sich auf die Art und Weise der typischerweise benutzten Denkstrukturen.

Die Zeit der Gewissheit ist schon immer vorbei //

Was in frühen Stufen in unserem kognitiven Stil einfach und undifferenziert ist, entwickelt sich später zu immer größerer konzeptioneller Komplexität, zu Multiperspektivität und der Fähigkeit, mit Widersprüchen umgehen zu können.

Von Ebenen

Wenn ich das Individuum kritisch hinterfrage, muss ich das auch in Bezug auf „die Gesellschaft“ tun — und darüber hinaus. Die dazugehörigen Ebenen.

  1. Vorkonventionelle Ebene
  2. Konventionelle Ebene
  3. Postkonventionelle Ebene

Alle ÜBERSCHRIFTEN sind auch hier jeweils überwiegend9 auf einer dieser Ebenen zu finden:

Vorkonventionell

… ist die konkret-individuelle, nicht sozialisierte Perspektive. Sie ist vorwiegend am eigenen Selbst orientiert.

Nicht wenige Menschen würden eher einen Krieg anfangen, als Verantwortung bei sich zu sehen //

Das bedeutet nicht, dass wir auf dieser Ebene uns nicht für andere engagieren können oder nur an uns denken, sondern, dass wir uns dabei an unseren eigenen Gedanken, Gefühlen und Motiven orientieren.

Konventionell

… ist die Ebene des sozialisierten Individuums. Sie ist an Erwartungen, Normen und Regeln der Gesellschaft oder Teilbereichen davon orientiert.

Die meisten Menschen folgen nicht den besten Ideen, sondern den Menschen, die Ideen am besten vermitteln können //

Wie wir das tun und woran wir uns konkret orientieren, kann dabei sehr unterschiedlich sein. Auf dieser Ebene befindet sich der Großteil der westlich geprägten Gesellschaften, und hier haben wir es sozusagen geschafft, ein „sozialisiertes Mitglied“ zu sein.

In einer frühen konventionellen Phase sind wir stark durch die Erwartungen unserer Bezugspersonen definiert; in der mittleren Phase weitet sich unser Blick über unsere Bezugsgruppe hinaus, wodurch wir mehr innere Unabhängigkeit und eine stärkere Orientierung an eigenen Standards gewinnen.

Die späte konventionelle Phase kann als das Ideal der westlichen Gesellschaft angesehen werden: Hier haben wir eine eigene Identität, in der wir fähig sind, Unterschiede wahrzunehmen, Situationen rational abzuwägen und uns eigene Ziele zu setzen.10

Postkonventionell

… ist die der Gesellschaft vorgeordnete Perspektive. Sie ist unabhängig davon an allgemeinen Prinzipien orientiert und die Relativität eigener Sichtweisen anerkennend.

Frag dich nicht, was sich in den nächsten Jahren ändert, sondern, was gleich bleibt //

In der frühen postkonventionellen Phase haben wir zunehmend Abstand zu der Art und Weise, wie wir in einem sozialen System11 Dinge einschätzen und für wichtig und richtig befinden. Bestehende Normen, Regeln und Strukturen nehmen wir hier nun als eine Art, die Wirklichkeit zu gestalten, wahr. Unterschiede und Veränderungen begrüßen wir zunehmend, und unser Bewusstsein darüber, wie wir Dinge interpretieren und wie diese durch eigene kulturelle Prägungen beeinflusst werden, nimmt zu.

Von der postkonventionellen Ebene gibt es eine Neuinterpretation durch Susanne Cook-Greuter, die für die Kategorisierung von ÜBERSCHRIFTEN allerdings keine Rolle spielt.12

Übersicht der Ich-Entwicklungsstufen nach Jane Loevinger

An diesen empirisch belegten Stufen orientiere ich mich ganz konkret, um einer ÜBERSCHRIFT ihren ultimativen Kontext zu geben. Eine zusammenfassende Übersicht über die Hauptcharakteristika:

Selbstorientiert (E3)

Hier steht der eigene Vorteil im Vordergrund. Andere Menschen sehen wir als Mittel zu unserer eigenen Bedürfnisbefriedigung und weniger als Wert an sich, was zu einem eher opportunistisches Verhalten gegenüber anderen führt.

Wut lässt dich dumme Dinge glauben //

Auf der selbstorientierten Stufe haben wir einen eher kurzen Zeithorizont. Unser Fokus liegt zumeist auf konkreten Dingen.13 Feedback weisen wir oft zurück und handeln stark stereotyp. Uns beherrscht eine Auge-um-Auge-Mentalität — und Schuld suchen wir überwiegend woanders.

Gemeinschaftsbestimmt (E4)

Auf dieser Stufe ist unser Denken und Handeln vorrangig an Regeln und Normen unserer relevanten Bezugsgruppen ausgerichtet, und unsere eigene Identität wird durch diese definiert. Zugehörigkeit und Unterordnung unter deren Sichtweisen sind vorherrschend.

Erwarte nicht von der Welt, nett oder fair zu sein, nur weil du nett oder fair zu ihr bist //

Unser Gesicht zu wahren ist zentral. Wir bekommen starke Schuldgefühle, wenn wir die Erwartungen anderer verletzen; Konflikte vermeiden wir. Unsere Kontakte sind eher oberflächlich. Wir denken vorwiegend in Entweder-oder-Kategorien.

Rationalistisch (E5)

Hier orientieren wir uns an klaren Standards, haben ein sehr rationales Denken und kausale Erklärungen herrschen vor. Wir haben die Motivation, uns von anderen abzuheben und die feste Vorstellungen, wie Dinge sind und laufen sollen.

Lass los von deinem Bedürfnis, richtig zu liegen — tu, was funktioniert //

Unsere Selbst-Wahrnehmung fängt hier langsam an, und wir üben uns in Selbstkritik und dem Sehen verschiedener Perspektiven sowie Suche nach Motiven für Verhalten. Unser fachliches Denken ist eher eng, und wir betonen Effizienz statt Effektivität.

Eigenbestimmt (E6)

Auf der eigenbestimmten Stufe haben wir voll entwickelte und selbst definierte (eigene) Werte, Vorstellungen und Ziele — eine ausgebildete Identität. Wir haben eine starke Zielorientierung und pflegen Selbstoptimierung.

Zieh in Betracht, was passiert, wenn dein Plan funktioniert //

Wir akzeptieren die Komplexität von Situationen, haben ein reiches Innenleben, sehen die Gegenseitigkeit in Beziehungen und haben Respekt vor individuellen Unterschieden. Den eigenen Schatten der Subjektivität sehen wir häufig nicht.

Relativierend (E7)

Hier haben wir ein beginnendes Bewusstsein darüber, wie die eigene Wahrnehmung die Sicht auf die Welt prägt, und hinterfragen stärker unsere eigenen Sichtweisen und die von anderen Menschen. Uns zeichnet eine relativistische Weltsicht aus.

Gestern wird schon alles besser sein //

Auf der relativierenden Stufe haben wir ein größeres Bewusstsein gegenüber inneren/äußeren Konflikten und Paradoxien, ohne diese jedoch integrieren zu können. Uns zeichnet eine sehr individuelle/persönliche Art aus.

Systemisch (E8)

Auf der systemischen Stufe haben wir eine voll ausgebildete Multiperspektivität, eine gleichzeitige Prozess- und Zielorientierung, und erfassen Beziehungen systemisch. Wir können sich widersprechende Aspekte und Meinungen integrieren und haben eine hohe Motivation, uns selbst weiterzuentwickeln.

Anpassen alleine reicht nicht mehr zum Überleben //

Wir sind offen und kreativ bei der Auseinandersetzung mit Konflikten und haben eine hohe Toleranz für Mehrdeutigkeit. Wir zollen der Autonomie anderer Personen hohen Respekt, und söhnen uns mit unseren eigenen negativen Anteilen aus.

Integriert (E9)

Wir sind auf dieser Stufe an kein explizites System14 mehr gebunden, bewerten unsere Erfahrungen laufend neu und stellen sie in andere Zusammenhänge, sind also in einem hohen Maße selbstaktualisierend.

Die Geschichte wird von überraschenden Ereignissen bestimmt — aber die Vorhersage von offensichtlichen Ereignissen //

Auf der integrierten Stufe können wir Paradoxien integrieren und haben eine hohe Bewusstheit gegenüber unserem eigenen Aufmerksamkeitsfokus. Uns zeichnet ein besonderes Gespür für Symbolik aus.

Fließend (E10)

Auf der fließenden Stufe geben wir das Bedürfnis auf, Dinge und Personen zu bewerten. Wir verschmelzen mit der Welt, haben kein weiteres Festhalten, sondern lassen uns auf den Fluss der Dinge ein.

Alles ist miteinander verbunden — aber alles ist nicht eins //

Wir pflegen eine spielerische Abwechslung zwischen Ernst und Trivialem, dem Ineinanderübergehen unterschiedlicher Bewusstseinszustände, dem Denken in Zeitzyklen und historischen Dimensionen. Wir akzeptieren Andersartigkeiten und Menschen, wie sie sind, vollständig.

Die Zuordnung von Ebenen zu Stufen

Nachdem ich eine ÜBERSCHRIFT einer Stufe der Ich-Entwicklung zugewiesen habe, ergibt sich daraus, auf welcher Ebene sie sich befindet:15

Ebene Loevinger „…e Stufe“ Kegan „…es Selbst“
vorkonventionell Impulsgesteuert (E2)
Selbstorientiert (E3)
Impulsiv (S1)
Souverän (S2)
konventionell Gemeinschaftsbestimmt (E4)
Rationalistisch (E5)
Eigenbestimmt (E6)
Zwischenmenschlich (S3)
 
Institutionell (S4)
postkonventionell Relativierend (E7)
Systemisch (E8)
Integrierend (E9)
Fließend (E10)
 
Überindividuell (S5)

Der Vollständigkeit halber pflege ich auch direkt eine Zuordnung nach der „Entwicklung des Selbst“ von Robert Kegan — wie schön, dass das transparent möglich ist und dem Inhalt sogar nur zuträglich wird, denn …

Fragen, die wir uns auf den Stufen stellen

…die kann ich auch nutzen, um zu schauen, ob die ÜBERSCHRIFTEN auf Fragen deuten, die wir uns nach Robert Kegan prototypisch auf diesen Stufen stellen:

Stufe Fragen
Souverän (S2) Werde ich bestraft, wenn ich etwas anderes tue?
Was ist für mich drin?
Zwischenmenschlich (S3) Werde ich noch gemocht/geschätzt?
Werde ich von anderen anerkannt?
Werden andere mich noch immer für gut, herausragend, intelligent und so weiter halten oder mit einer bestimmten Eigenschaft in Verbindung bringen?
Institutionell (S4) Halte ich meine persönliche Integrität, meine Normen und Werte aufrecht?
Lebe, arbeite und liebe ich nach meinen besten Fähigkeiten?
Erreiche ich meine Ziele und lasse ich mich von meinen Idealen leiten?
Überindividuell (S5) Woher weiß ich, dass das, was ich sage oder denke, wahr ist?
Gibt es mehrere Wahrheiten, die ich sehen und verstehen kann?
Durch welche Linse betrachte ich die Dinge? Gibt es eine Perspektive, die mir fehlt oder die ich nicht verstehe?
Bin ich nicht an Ideen, Überzeugungen und Identitäten gebunden? Bin ich auf der Suche nach der Wahrheit oder suche ich die Wahrheit durch meine eigenen Filter?

Darüber hinaus auch nützlich ist:

Texte: das Subjekt-Objekt-Gleichgewicht

Alt, aufgeben, und daher wieder neu bei den ÜBERSCHRIFTEN ist, dass ich zu jeder ÜBERSCHRIFT einen kurzen Text verfasse, der eine kleine Erklärung und/oder einen Lösungsansatz beinhaltet.

Sie sagen, dass du du selbst sein sollst, und dann verurteilen sie dich //

Der einzige Augenblick, in dem es dir die meisten Menschen „gestatten“, wirklich herauszustechen, ist, wenn du es bereits tust: Wenn du eine unbestreitbare Position hast, die es dir erlaubt, deinen Unterschied zu den meisten Menschen klar hervorzuheben.

Um diese qualitativ festzumachen und gleichzeitig Beispiele geben zu können, kann ich das mit der „Entwicklung des Selbst“ einhergehende Modell vom Subjekt-Objekt-Gleichgewicht nutzen16, um Subjekt und Objekt in Relation zueinanderzusetzen, oder um einen Ausblick auf die nächste Stufe zu geben, um das präsentierte Dilemma aufzulösen:

Loevinger Kegan Wodurch werde ich gesteuert? (Subjekt) Was kann ich steuern? (Objekt)
E3 S2 Bedürfnisse, Interessen, Wünsche Impulse, Wahrnehmungen
E4 S3 Beziehungen, Erwartungen relevanter Bezugspersonen Bedürfnisse, Interessen, Wünsche
E6 S4 Eigene Identität, Ideologie, Weltbild Beziehungen, Erwartungen relevanter Bezugspersonen
E8 S5 Überindividuelle Prinzipien und Werte, Austausch zwischen Selbstsystemen Eigene Identität, Ideologie, Weltbild
E10 Subjekt-Objekt-Differenzierung löst sich auf

Jepp, auf einen Text für „E10“ bin ich selbst gespannt.17

Kurz und knapp: die Kategorisierungstabellen für die ÜBERSCHRIFTEN

Wenn du Interesse daran hast, die ÜBERSCHRIFTEN für dich selbst einzuordnen, oder du Fragen hast, oder besser, (Verbesserungs-)Vorschläge, dann kannst du die Tabellen zur Kategorisierung herunterladen.

In meinem Blog Hypercube/One findest du eine noch ausführlichere Darstellung der Theorie der Ich-Entwicklung von Jane Loevinger.

Und am liebsten sprechen wir dann darüber.

Quellen

  • „Ich-Entwicklung für effektives Beraten“ von Thomas Binder (2019)
  • „Paradigms of personality“ von Jane Loevinger (1987)
  • „Die Entwicklungsstufen des Selbst“ von Robert Kegan (1994)
  • „In over our heads“ von Robert Kegan (1996)

Fußnoten

  1. KONTEXT IST FÜR KÖNIG:INNEN // 
  2. Nur, wer mag — für alle anderen ändert sich nur optisch ein klein wenig etwas. 
  3. Beim Verfassen dieser Zeilen sind es bereits 1321 ÜBERSCHRIFTEN. 
  4. Je weiter wir in unserer Ich-Entwicklung voranschreiten, desto schwieriger wird es ohnehin, schon nur eine geeignete Sprache dafür zu finden, also Ausdrücke, Beschreibungen etc. Die Interpretationsmöglichkeiten aktueller ÜBERSCHRIFTEN sind ja bereits das beste Beispiel dafür. 
  5. Was eben auch sein kann, zu einem anderen oder gar gegenteiligen Schluss zu kommen — und das ist großartig! 
  6. Jaaaa, mehr dazu gleich! Sehr viel mehr! 
  7. Die sich zusammenhängend in einer Art organisierter Ganzheit entwickeln. 
  8. Ich vermische gelegentlich zwei Bereiche in einer ÜBERSCHRIFT, die an der Stelle einander beeinflussen. 
  9. Nicht wenige ÜBERSCHRIFTEN „funktionieren“ auf mehreren Ebenen, haben aber ihren Ursprung bzw. als Ziel meist eine bestimmte Ebene dabei. 
  10. Eine Weiterentwicklung darüber hinaus wird gesellschaftlich kaum unterstützt. 
  11. Familie, Freundeskreis, Unternehmen, Gesellschaft etc. 
  12. Aber durch die Kategorisierung herausgefiltert werden kann, wenn gewünscht. 
  13. Weniger abstrakte Aspekte. 
  14. Werte, Einstellungen, Praktiken etc. 
  15. Siehe dazu auch: „Ich-Entwicklung“ und „Entwicklung des Selbst“: Was ist der Unterschied zwischen Loevinger und Kegan? 
  16. Loevingers Entwicklungsstufen E5, E7 und E9 sind nicht aufgeführt, da sie Zwischenstufen des Subjekt-Objekt-Gleichgewichtes sind. Sie können zwar über Jahre stabil sein, sind dabei allerdings in einem Ungleichgewicht, die als Entwicklungskonflikt gesehen werden können. 
  17. Wie ich mich kenne, wird der in dem Kontext irgendetwas mit Vierdimensionalismus zu tun haben, oder sich sehr stark einer Symbolik bedienen.